Über Herzblut, Parkinson und Verborgenes.

Meine Kreativität fließt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Marketing und Kommunikation. In Konzepte, Ideen und Worte. Und doch blieb im Privaten vieles unausgesprochen. Unbeachtet. Verborgen. Verschüttet. Bis die Farben kamen.

cofIch hab schon Leben gelebt. Bin schon vieles gewesen. Hab vieles gesehen. Vieles erlebt. Schönes. Erfreuliches. Trauriges. Erschütterndes. Nachdenklichmachendes, genug für mehrere Leben.

Und dann Parkinson. Manches geht ganz langsam verloren. Aber nicht mein Optimismus. Denn neben gesteigerter Empathie kommt auch (noch mehr) Kreativität für mich dazu.

2016, im Berliner Atelier einer befreundeten Künstlerin, erstmals in Berührung mit Ölfarbe, Leinwand und Spachtel, blieb das Malen ein Strohfeuer.

img_20171012_0917254030711553547450256.jpgDann, im Oktober 2017, der entscheidende Impuls: in einem einmaligen Verfahren ohne Pinsel oder Spachteln entsteht ein erstes, kraftvolles „richtiges“ Ölbild. Das „Optimistic One“ auf Leinwand.

Seitdem arbeite ich autodidaktisch daran, Verschüttetes greifbar, Vergangenes spürbar, Verborgenes sichtbar zu machen. Unter Schichten hervor zu holen. An die Oberfläche zu spülen. Mit zum Teil selbst entwickelten Maltechniken Gedanken, Gefühlen und Unterbewusstem Farbe, Form und Struktur zu geben.

Mit Bildern, die eine eigene Sprache schaffen. Metaphern des bislang Unausgesprochenen, Unbeachteten, Verborgenen und Verschütteten sind. Und Neuem. Authentische Werke, die über den Malgrund hinaus gehen. Bilder, deren Intensität den Entstehungsprozesses spürbar machen – gezeichnet von der Unruhe Parkinsons.

Das „Collateral Blurring“ ist Teil von mir geworden. In meinen Bewegungen. Meiner Sprache. Und, neben meinem Herzblut, Mitgestalter meiner Bilder voller Kraft, Lebensfreude und Energie.