In 435 Tagen von Stuttgart nach New York. Und zurück.

Vierhundertfünfunddreißig. Vierhundertfünfunddreißig Tage hat auch zu früheren Zeiten die Reise nach New York nur selten gedauert. Doch alles ist relativ.

Im September 2017 fing Paul Robert Reif, in Stuttgart, aus einem Impuls heraus an zu Malen. Heute, 435 Tage später, sitzt er in einer Maschine der portugiesischen Fluggesellschaft TAP. Er ist auf dem Rückweg von New York.

Dort, direkt am Broadway, wird seit dem gestrigen Abend eines seiner „frühen“ Werke gezeigt. Das „Behind the Blue Curtain [At the Lake]“ aus den ersten Monaten seines Schaffens ist dort noch bis zum Jahresende zu sehen.

Andere Werke waren seit diesem Frühjahr bei mehreren italienischen Kunstmessen, unter anderem in Genua und Lucca, sowie auf der Contemporary Art Ruhrgebiet in Essen zu sehen.

Paul Robert Reif empfindet sein Leben aktuell als „fast forward“. An manchen Tagen geht es ihm beinahe etwas zu schnell. Auch die Einladung zur Gruppen-Ausstellung in der Gallery 104 in Soho kam erst wenige Tage davor. Diese trägt im Übrigen den Titel „The Next Step“. Wohin ihn dieser noch führen wird, bleibt abzuwarten.

Vierhundertfünfunddreißig Tage, um als Autodidakt von Null aus nach New York City zu kommen. Für den klassischen deutschen Kunstbetrieb vermutlich jenseits der AGBs.Dabei würde sich Reif über eine/n Galerist/in aus Deutschland freuen. Einen, der ihn bei seinen nächsten Schritten begleitet, fördert und fordert. Einen der 435 Tage für seine bisherige Reise, ebenso wie Reif selbst, als „fast forward“ empfindet.